Verweis zur LustCon Facebook-Seite Verweis zur LustCon Unternehmensseite bei LinkedIn

Das Thema

Lösungsbaukasten

Module zur digitalen Medientransformation



Die aktuelle Situation

Schon heute erfolgt die Nutzung von Medien durch jüngere Nutzer vorwiegend digital und mobil. Wenn jüngere Leserschichten bis zu 45 Jahren nachhaltig erreicht und gebunden werden sollen, müssen Verlage diese Nutzungsgewohnheiten akzeptieren und ihre Inhalte - wie Anzeigen - in Form, Umfang und Multimedialität den spezifischen Möglichkeiten der mobilen Endgeräte anpassen.

Gleichzeitig wollen die Nutzer heute eine aktive Teilnahme am Kommunikationsprozess. Sie erwarten eine Ansprache auf Augenhöhe, der Leser wird zum Produzenten von Inhalten ("Prosumer"), der Inhalte nicht nur kommentieren, sodern auch bewerten, korrigieren und ergänzen können möchte. Informationen zum Geschehen werden heute möglichst in Echtzeit benötigt, um entsprechend reagieren zu können. Anzeigenkunden erwarten etwa einen zeitnahen Erfolgsnachweis ihres Inserats, verbunden mit der Möglichkeit einer jederzeitigen Aktualisierung und Optimierung der Anzeige in Bezug auf die bisherige Resonanz.

Diese Erwartungshaltung überlagert sich mit den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, alle Produkte und Dienstleistungen zu Massenmarktpreisen maßgeschneidert und an die persönlichen Bedürfnisse und Interessen angepasst zu erhalten. Dies gilt auch für die Informationsangebote der Medienindustrie, das 70-Jahre Credo "One size fits all" verliert zusehends an Strahlkraft.

Junge Nutzer eines mobilen digitalen Mediums
Bildnachweis: © Syda Productions / Fotolia.com

Lösungskonzept

Der von uns entwickelte Lösungsbaukasten mit einzeln oder kombiniert verwendbaren Moduln zur digitalen Medientransformation fasst sowohl innovative funktionale wie bewährte organisatorische Konzepte zusammen. Die einzelnen Moduln des Baukastens beschreiben die - über die reine Digitalisierung der Produkte, Services, Produktionsprozesse hinausgehende - Anwendung der folgenden zentralen Lösungsprinzipien zur digitalen Medientransformation:

  • Personalisierung der Produkte / Services
  • Partizipation der Nutzer, Kunden
  • Kommunikation in Echtzeit
auf die Inhaltsarten: a) redaktioneller Content (Nachrichten, Berichte, ... ) und kommerzieller Content (Anzeigen, Infomercials). Zusätzlich sind unter dem Lösungsprinzip "Effektivität und Synergie" die einzelnen Konzepte für eine zeitgemäße Redaktionsorganisation aufgelistet, um die vorgenannten Lösungsprinzipien adäquat organisatorisch unterstützen zu können.

Das digitale Geschäftsmodell

Das mit dem Lösungsbaukasten verbundene Geschäftsmodell für digitale Medien stützt sich typischerweise auf zwei Zielgruppen:

  • Werbetreibende, Anzeigenkunden, die in kleinteiligen lokalen / regionalen Märkten aktiv sind,
  • Jüngere Nutzergruppen bis zu 45 Jahren, die sich von klassischen Medien abgewandt haben.

Das Nutzenversprechen für Anzeigenkunden liegt darin, unter Verwendung der für die Ausspielung des digitalen Mediums verwendeten Mobilgeräte (mit ihrer Lokalisierunginformation) eine Wirkungsoptimierung der geschalteten Anzeigen herbeizuführen. Thematisch werden nur solche Anzeigen an Nutzer ausgespielt, die ein solches Thema - oder einen Oberbegriff - in ihrem persönlichen Interessensprofil (s.u.) ausgewählt haben. Weiter werden Anzeigen einem Nutzer insbesondere dann proaktiv ausgespielt, wenn er sich in der Nähe eines Verkaufs- oder Veranstaltungsortes für ein Angebot aufhält. Für den Nutzer des digitalen Mediums liegt das Nutzenversprechen in einer seine persönlichen Interessen abdeckenden Informationsvielfalt insbesondere aus seinem Lebensumfeld, die er gemäß seinen individuellen Interessen einfach konfigurieren kann, verbunden mit der interaktiven Kommunikationsteilnahme auf Augenhöhe.

Die Wertschöpfungskette für Anzeigen schliesst insbesondere regelmäßige (tägliche) Auswertungen des Verlages über die erfolgte Anzeigennutzung ein, wann Anzeigen wo und wie lange bzw. häufig durch Nutzer abgerufen wurden. Weiter gehende Verlagsservice können die Identifikation von Stammkunden für den Anzeigenkunden umfassen, die wiederholt eine Verkaufs- oder Veranstaltungsstätte besuchen, um diesen Stammkunden geeignete Rabatte, Spezialangebote, ... zu unterbreiten. Insbesondere hat der Anzeigenkunde die Möglichkeit, geschaltete Anzeigen auch aufgrund dieser gelieferten Auswertung jederzeit sebsttätig ändern, aktualisieren zu können. Die Wertschöpfung für redaktionelle Inhalte umfasst die Aufbereitung von zu publizierenden Inhalten um den Ort des Geschehens und die Themenkategorien, um diese Inhalte gemäß spezifischem Interessensprofil auswählbar für eine mobile Darstellung zu machen. Sie schließt die Anreicherung von Inhalten um redaktionelles Hintergrundmaterial ebenso ein wie die automatische, proaktive Hinzuziehung weiterer Berichterstatter bei einer unklaren Nachrichtenlage.

Die Ertragsmechanik des Geschäftsmodells stützt sich auf zwei Erlösquellen:

  • Anzeigenerlöse, die sich nach Laufzeit, Anzahl der Geschäfts- bzw. Veranstaltungsorte und Multimedialität der Anzeige differenzieren. Diese Erlöse können durch spezielle Services für Anzeigenkunden wie die Stammkundenidentifizierung ausgeweitet werden.
  • Abogebühren für den Bezug von Inhalten in den von den Nutzern ausgewählten Themenkategorien. Im Gegensatz zum stationären Internet ist die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für Apps bzw. Inhalte und Services für mobile Geräte gegeben.
Auf der Kostenseite des Geschäftsmodells stehen - neben Standardposition wie Marketing-/Vertriebsaufwendungen - die Kosten für den Redaktionsbetrieb und die Kosten für die hochverfügbare Auslieferung der Informationsangebote über das Internet. Der Verzicht auf eine Druckerei, Papier und die Verteilorganisation zur Auslieferung des physischen Produktes im Verbreitungsgebiet bedeutet dabei einen nicht unerheblichen Kostenvorteil gegenüber klassischen Printmedien, allerdings auch den Wegfall bisheriger Markteintrittsbarrieren für Mitbewerber.